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BBR tritt IAI e.V. bei


Innovatives aus Architektur, Wohnen, Bau, Immobilien


Sa 24.11.2007


„Wir benötigen preiswerte, zeitbeständige und funktionierende Lösungen.“


München, 23. November 2007 – Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), ist seit Mitte November 2007 aktives Mitglied der Industrieallianz für Interoperabilität (IAI).

„Wir brauchen Transparenz in der Leistungsvergabe und die geordnete Übertragung von Gebäude beschreibenden Daten zwischen den verschiedenen Instanzen sowie deren anschließende Übergabe in Facility Management Prozesse.“, erläuterte Ministerialdirektor Michael Halstenberg, Leiter der Abteilung Bauwesen, Bauwirtschaft und Bundesbauten im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen zuvor anlässlich des 11. IAI Industrietages, der Ende September 2007 in Berlin stattfand. „Wünschenswert wäre es, dass sich auf der Basis minimaler Gebäudeinformationen eine hinreichend genaue Kostenübersicht erstellen lassen. Innerhalb des IAI e.V. bringen wir die spezifischen Anforderungen des öffentlichen Bauens ein. Wir bringen die Interessen des staatlichen Hochbaus hier gebündelt ein und engagieren uns, indem wir verschiedenen Lösungen im Rahmen der buildingSMART Initiative als Pilotprojekte aufsetzen.“

Der Stellenwert der effizienten Projektkommunikation beim Planen, Errichten und Bewirtschaften steigt bei allen an Planung und Bau von öffentlichen Bauwerken Beteiligten. Die Kommunikation beginnt bereits in der Vorbereitungsphase. Während sie für einige Beteiligte nach der Übergabe des Bauwerkes endet, bleiben Bauherr, Mieter/Nutzer sowie die Bauverwaltung der öffentlichen Hand über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes im (Daten-)Austausch.
Inzwischen haben alle Beteiligten erkannt, dass es immens Kosten spart, wenn einmal erzeugte Daten mehrfach und weitgehend redundanzfrei genutzt werden.

Michael Halstenberg dazu: „Die öffentliche Hand benötigt preiswerte, zeitbeständige und funktionierende Lösungen. Eine wichtige Aufgabe der staatlichen Bauverwaltungen sehen wir in der Bestandsdokumentation. Der Wert dieser Daten ist erheblich. Unsere bayerischen Kollegen sprechen von Bestandsinformationen im Umfang von rund 470 Millionen Euro allein für den staatlichen Hochbau. Und dabei sind nur die Erstellungskosten berücksichtigt, nicht der Wert aus den zu erzielenden Effekten aus der Nutzung dieser Daten.“



IAI
Ziel der IAI (Industrie Allianz für Interoperabilität) ist es, den modellbasierten Ansatz für die Optimierung der Planungs-, Ausführungs-, und Bewirtschaftungsprozesse im Bauwesen im Rahmen der buildingSMART Initiative zu etablieren und dabei die IFC als den Standard durchzusetzen. Die IAI wurde im Juni 1995 in den USA gegründet, kurz darauf etablierte sie sich in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Skandinavien, in Singapur, Japan, Korea und Australien, inzwischen auch in Spanien, Italien und China. Die IAI ist offen für alle Unternehmen, Forschungs- und Bildungsstätten sowie Einrichtungen der öffentlichen Hand, die mit dem Bauwesen verbunden sind: Planer, Bauausführende, Betreiber von Bauwerken oder Hersteller von Software für das Bauwesen. Deutschlandweit hat die IAI inzwischen mehr als 90 Mitglieder, weltweit sind es mehr als 600. http://www.buildingsmart.de

BBR
Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Das BBR unterstützt die Bundesregierung durch fachlich-wissenschaftliche Beratung in den Politikbereichen Raumordnung, Städtebau, Wohnungs- und Bauwesen/Architektur und es betreut die wichtigsten Bundesbauten im In- und Ausland. http://www.bbr.bund.de

buildingSMART
Das stetig steigende Interesse am Thema buildingSMART zeigt, dass die Vision der IAI von einer durchgehenden Datenkommunikation und die Entwicklung der IFC sich bei Bauherren, Planern, Bauausführenden, Nutzern und Softwareherstellern zunehmend durchsetzt. Planer und ausführende Bauindustrie fangen an, ihre Arbeitsabläufe zu hinterfragen und sie zu verknüpfen. Von den spürbaren Vorteile aus dieser Integration profitieren alle Beteiligten: Architekten, Gebäudetechniker, Facility Manager, Tragwerksplaner und Vertreter der öffentlichen Hand. Bauherren, aber auch Planer und Bauindustrie erkennen, dass für ein Projekt ein Datenmodell aufgebaut werden muss.

IFC
Die IFC (Industry Foundation Classes), ein offener herstellerneutraler Standard für den Datenaustausch in der Baubranche und darüber hinaus, werden seit Mitte der 90er Jahre auf Initiative der IAI (Industrie Allianz für Interoperabilität) entwickelt. Im Rahmen der IFC werden alle am Bauwerk existierenden Bauteile als Objekte definiert und in Programmen, die diesen Standard unterstützen, auch wieder als solche interpretiert. Die IFC stellen dem Anwender ein programmübergreifendes, "intelligentes" Datenmodell für die verschiedenen Planungs , Bau- und Bewirtschaftungsprozesse zur Verfügung. Sie fördern damit die integrierte Arbeitsweise zwischen den in diesen Prozessen involvierten Partnern und ersparen damit Zeit und Kosten bei gleichzeitiger Verbesserung der Qualität.

Einzugsgebiet:
Deutschland









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